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Sabine wundert sich …

… über die Organspende-Plakatkampagne des Bundesministerium für Gesundheit und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Ich weiß gar nicht, was mich konkret an der Organspende-Plakatkampagne ärgert, denn, wenn die zu transportierende Botschaft zu lesen wäre, dann käme sie vielleicht sogar an.

Aber so, wie in unserem Film auch zu sehen ist, muss man tatsächlich 1,5 m vom Plakat entfernt stehen um erkennen zu können, wofür all die prominenten Gesichter Werbung machen. 

Leider kommt bei unserem Beispiel noch hinzu, dass dieses Plakat auf die Straße ausgerichtet ist und nicht in Laufrichtung der Fußgänger steht.

Und wenn man sich mit öffentlichen Ausschreibungen beschäftigt hat, und weiß, dass man sich und seine Firma wirklich nackig machen muss, sei es in wirtschaftlicher Hinsicht, aber auch eigene Qualifikationen und Erfahrungen wie hier im Beispiel im Bereich Plakatkampagnen und Außenwerbung. Und dann passiert so etwas? Sicher ist: Hier wurden alle Grundregeln der Plakatgestaltung missachtet!

Wie wurde diese Schriftgröße dem Kunden verkauft – für Außenwerbung?

Macht schön gestaltete Außenwerbung Sinn, wenn der Inhalt nicht mit einem Blick zu erfassen ist?

Worum geht es auf diesem Plakat überhaupt?

Und auf wen hat man sich bei der Auswahl der Standorte verlassen? 

Fragen über Fragen, die mich vielleicht auch nur deshalb beschäftigen, weil die designenergie Werbeagentur auch gerne Auftraggeber der öffentlichen Hand gewinnen möchte und als kleine Agentur nahezu keine Chance hat für solche Plakat- oder Anzeigenkampagnen ausgewählt zu werden.

Weil können, könnten wir das auch – nur deutlich besser!

PS: Im Internetauftritt oder der Anzeigen-Gestaltung funktioniert das Konzept außerordentlich gut und ist auch sehr gelungen – aber so einfach lässt sich das dann eben doch nicht auf die Großflächen übertragen.

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